Abschied

Werte Gäste, ich hoffe wir konnten Ihnen mit unserem virtuellen Astronomietag ein wenig Freude und Abwechslung schenken. Vielleicht wurde bei Ihnen das Interesse geweckt, sich ein wenig mit diesen Themen zu beschäftigen. Interessierte Gäste und neue Mitwirkende in unserem Verein sind stehts willkommen. Wir hoffen, unsere Sternwarten baldmöglichst wieder öffnen zu können. Bleiben Sie schön neugierig und vor allem gesund.

Ihre Volkssternwarte Urania Jena e.V.

Merkurtransit

Die beiden inneren Planeten Merkur und Venus, wandern in gewissen Abständen auf unserer Sichtlinie Erde - Sonne hindurch. Das letzte derartige Ereignis am 11.11.2019 wurde von Hendryck Würfel fotografisch festgehalten und die Abfolge in einem Bild vereint.

Der Mond

Unser ständiger Begleiter der mit seiner Nähe immer ein dankbares Beobachtungs-Objekt ist. Schon mit kleinen Teleskopen, ja sogar mit normalen Ferngläsern, lassen sich Krater und andere Details ausmachen. Versuchen sie es einfach einmal. Einige Aufnahmen von der Mondoberfläche, angefertigt durch Axel Kaiser, sehen sie unter dem Text.

Galaxien

sind große gravitativ aneinander gebundene Ansammlungen von Sternen, Planetensystemen, Staubwolken, Gasnebeln, dunkler Materie und anderen astronomischen Objekten. Ihre Gesamtmasse kann von 10hoch9 bis 10hoch13 Sonnenmassen und ihre Durchmesser bis zu mehreren 100.000 Lichtjahren betragen. 1Lj sind rund 9,45x10hoch12 Kilometer. Rechnen Sie ruhig mal ein bissel nach, dann bekommen Sie eine Vorstellung von den ungeheuren Entfernungen und Größen im Universum. :-)

Unten im Bild sehen sie die beiden Galaxien M81 und M82, aufgenommen von Hendryck Würfel.

 

Der Cirrusnebel

wird auch als Schleier-Nebel, oder im englischen als Veil Nebula bezeichnet. Er befindet sich im Sternbild Schwan in einer Entfernung von rund 2400 Lichtjahren. Er besteht aus einer Ansammlung von Emissions- und Reflexionsnebeln. Diese bilden zusammen den Überrest einer Supernova die vor etwa 8000 Jahren stattfand. Die Aufnahme unten zeigt einen Ausschnitt dieses Nebels. Sie wurde zur Verfügung gestellt von Christopher Gemeinhardt.

Kugelförmige Sternhaufen

(Kurzformen: Kugelsternhaufen oder auch Kugelhaufen) sind enge kugelförmige Ansammlungen sehr vieler, gravitativ untereinander gebundener Sterne. Die Typische Größe für einen Kugelsternhaufen sind einige 100.000 Sterne. Sie befinden sich im Halo von Galaxien. Die Spektren ihrer Sterne deuten auf ein hohes Alter hin, da Ihnen die schwereren Elemente fehlen welche erst in späterer Zeit entstanden. Kugelhaufen kommen recht häufig vor. Allein im Halo unserer Galaxie, der Milchstraße, wurden bereits über 150 Vertreter dieser Kategorie identifiziert. Hier als Beispiel der Kugelsternhaufen Messier 13, fotografiert von Axel Kaiser.

Offene Sternhaufen

Als offene Sternhaufen werden Ansammlungen von einigen Dutzend bis zu mehrenen Tausend Sternen bezeichnet, die sich alle aus der selben Molekülwolke entwickelt haben. Bei einigen jüngeren Gebilden dieser Kategorie lassen sich diese Molekülwolken als Reflexionsnebel auf Aufnahmen darstellen. Als Beispiel dient eine Aufnahme von M45.

Ein weiteres Beispiel ist der in den Rosettennebel eingebettete Sternhaufen NGC 2244. Hier dargestellt in einer monochromen Aufnahme von Christopher Gemeinhardt.

Die Sonne

Auf der Oberfläche unseres Zentralgestirns herrscht eine Temperatur von rund 5800°K. Im Kern sind es rund 16 Millionen °K. Der Durchmesser der Sonne beträgt 1,4 Millionen Kilometer. Die durchschnittliche Entfernung Erde - Sonne beträgt ca. 150 Millionen Kilometer. Diese Strecke wird gerne als Maßeinheit für Entfernungen innerhalb unseres Sonnensystems benutzt. (1 AE = 149 597 870 700 Meter(exakt)) 

Sonnenfleckengruppe aufgenommen von Axel Kaiser

Die Sonne im H-Alpha-Licht, aufgenommen von Andreas Koschella am Coudé-Refraktor der Urania-Sternwarte. Deutlich ist in der Mitte des Sonnenrandes ein Protuberanz zu sehen.

Lichtverschmutzung von Jena

In Bildern festgehalten von Alfred Karnapp

Die extrem starke Aufhellung durch die künstliche Beleuchtung wird zu einem immer größeren Problem für Mensch und Umwelt. Sie stört unter anderem den Tagesrythmus von Pflanzen, Tieren und natürlich auch von uns Menschen. Das hat oft auch starke gesundheitliche Auswirkungen zur Folge. Sie erschwert auch sehr stark die Arbeit von Berufs- und Hobbyastronomen.

Planetarische Nebel

Planetarische Nebel sind astronomische Objekte die aus Gas und Plasma bestehen, das von einem alten Stern am Ende seines Lebenszyklus abgestoßen wurde. Da sich diese "Hüllen" immer weiter ausdehnen und damit ausdünnen, beträgt die Lebensdauer dieser Gebilde oft nicht mehr als einige 10.000 Jahre.

Der "Ringnebel" M 57 im Sternbild Leier, fotografiert von Axel Kaiser.
Deutlich ist in der Mitte des Nebels der Zentralstern zu sehen, von dem diese Hülle abgestoßen wurde.

"PuWe 1" fotografiert von Hendryck Würfel.
Benannt nach A. Purgathofer und R. Weinberger, die dieses Objekt 1980 auf Aufnahmen entdeckt haben. Er ist einer der uns am nächsten gelegenen Objekte seiner Art und sein scheinbarer Durchmesser entspricht der größe des vollen Mondes. Er ist schon sehr alt und daher auch sehr lichtschwach.

Der "Hantelnebel" M 27 fotografiert von Axel Kaiser, ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs. Er hat seinen Namen von Sir William Herschel auf Grund seiner Form erhalten. Sein Durchmesser beträgt 3 Lichtjahre und er ist rund 1400 Lichtjahre von uns entfernt.

Der "Eulennebel" M 97, fotografiert von Hendryck Würfel.
Er hat einen Durchmesser von ca. 2 Lichtjahren. Zu seiner Entfernung gibt es leider nur ungenaue Angaben. Diese schwanken zwischen 400 und 12.000 Lichtjahren.

Totale Mondfinsternis

Während einer Mondfinsternis durchquert der Mond den Schattenkegel den die von der Sonne beleuchtete Erde in den Weltraum wirft. Dieses Ereignis tritt dann ein, wenn Sonne, Erde und Mond bei ihren Bahnbewegungen in nahezu einer Linie stehen. Eines dieser Ereignisse wurde von Andreas Koschella beobachtet und fotografisch festgehalten.

"Der Sternwartenbauer"

Über den Ursprung unserer Sternwarte im Schillergäßchen.

Neben der Universitätssternwarte Jena befindet sich mitten in einer kleinen innerstädtischen Oase eine kleine Sternwarte, die Urania-Sternwarte. Diese ließ einst Wilhelm Winkler an einem anderen Standort in Jena als seine Privat-Sternwarte erbauen.

Der "Sternwartenerbauer" Wilhelm Winkler

Im laufe der Zeit erfolgten viele Veränderungen am Gebäude. Wilhelm Winkler wurde 1842 im thüringischen Eisenberg geboren, hier lebte er die längste Zeit seines Lebens. In Gera lies er sich an der renommierten Amthor Handelsschule zum Kaufmann ausbilden. Von seinem Großvater mütterlicherseits erbte er ein Kaufmannsgeschäft, dadurch gelangte er zu großem Wohlstand. Seine Tätigkeit als Kaufmann beendete er um 1874, um sich ganz der Astronomie widmen zu können. Von 1875 bis 1887 lebte er in Gohlis, damals bei Leipzig und lies sich an der Universitäts-Sternwarte Leipzig als Privat-Astronom einarbeiten. In Gohlis errichtete er seine erste Privat-Sternwarte. 1887 zog er nach Jena, wo er bis 1910 lebte. Hier lies er 1892/93 neben seiner Villa eine weitere Sternwarte erbauen und verschenkte diese nach seinem Tod testamentarisch an die Universitätssternwarte Jena, verbunden mit einem Umzug der Sternwarte vom damaligen Oberen Philosophenweg ins Schillergäßchen. Wärend seiner Zeit in Gohlis trat er in die Sektion Leipzig des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins ein. Nach seinem Umzug nach Jena wechselte er in die Sektion Jena. Hier war er 13 Jahre lang, ab 1897 bis zu seinem Tod, Vorsitzender der Sektion.
Großes leistete er als Mäzen. Zweimal spendete er der Universität Jena 100.000 Reichsmark und machte sich bei der technischen Ausstattung der Universitätssternwarte Jena verdient.

Die ehemalige "Winklersche Kuppel" im Oberen Philosophenweg in Jena. Noch heute kann man in unserem Sternwartengebäude im Schillergäßchen die Großen Eckpfeiler im Mauerwerk erkennen.

Das Buch unseres Mitglieds Armin Scheibe, über den Ursprung unserer heutigen Sternwarte im Schillergäßchen und die Geschichte ihres Erbauers Wilhelm Winkler, kann auch käuflich erworben werden. (ISBN 978-3-9819754-4-4)

Die Vorderseite des Buches über Wilhelm Winkler.

Oktober - März:

Dienstag und Freitag ab 20:00 Uhr

April - September:

Samstag 15:00-17:00 Uhr
nur bei freiem Himmel

Eintrittspreise

Erwachsene2 €
Kinder, Schüler, Studenten1 €

Wir empfehlen, zu den abendlichen Beobachtungen möglichst zwischen 20:00 Uhr und 21:00 Uhr an der Sternwarte zu sein, da bei schlechtem Wetter bereits 21:00 Uhr wieder geschlossen wird, sollte kein Besucher da sein.

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